Alles Steinzeit oder was?
 (Lern- und Kreativthema)

Leben in der Jungsteinzeit
(ab Klasse 4)


„Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, man macht dort viele Dinge anders.“  
L.P. Hartley

Im 6. Jahrtausend v. Chr. treffen in unserem Raum die ersten bäuerlichen Siedler ein. Ackerbau, Viehzucht, feste Häuser und die Fertigkeit, Gefäße zu töpfern, bringen sie als Neuerungen mit.

Wo bauten sie ihre Dörfer? Welche Pflanzen standen auf ihren Äckern? Welche Haustiere trieben sie in die Wälder? Was garte in ihren Töpfen?
Viele Fragen gilt es zu klären.
 

Einen kleinen Eindruck gewinnen die Schüler, wenn sie mit uns eine Reise in die Jungsteinzeit unternehmen und spielerisch lernen, wie mühsam und zeitaufwändig damals viele Tätigkeiten waren, an die wir heute „keine Zeit mehr verschwenden.“  Am Beispiel der Nahrungszubereitung lernen die Schüler den Aufwand kennen, der für die tägliche Ernährung nötig war und werden vielleicht bei der abschließenden Erzählrunde am Feuer mit ihrem selbstgebackenen Stockbrot einen anderen Blick auf viele selbstverständliche Errungenschaften gewonnen haben.

Zur Einstimmung auf den Erlebnistag begeben wir uns auf eine gedankliche Zeitreise. Am Ziel angekommen, stehen für die Schüler eine große Zahl von authentischen Gegenständen wie z.B. Feuersteinaxt, Beitel, Mahlstein oder Knochennadel  bereit, die für die Jungsteinzeit charakteristisch sind.  Anhand dieser Gegenstände erforschen unsere Schüler nun in kleinen Gruppen einzelne Themenbereiche wie Ernährung, Wohnen, Kleidung, Feuermachen oder Haustiere.

Nachdem die Forscher ihre Ergebnisse in der Runde mitgeteilt haben und fehlende Informationen ergänzt worden sind, gilt es praktische Erfahrungen zu machen. Die Arbeitsbereiche teilen sich auf in Nahrungszubereitung, Feuermachen und Feuerwache, Töpfern und Schieferschlagen (Amulett). Möglich sind außerdem Weben und Malen mit Erdfarben. Einen Schwerpunkt bildet jedoch das Töpfern von Tonschalen in der Wulsttechnik. Schließlich entscheidet sich jeder  Schüler für eine Tätigkeit, wobei je nach Zeit ein Wechsel möglich ist.

Die Abschlussrunde kann beim gemeinsamen Fladenbrotessen am Feuer stattfinden oder in einer neutralen Runde, bei der die Schüler aus der heutigen Perspektive ihre Erlebnisse in der Steinzeit überdenken und kommentieren.

Unser Programm umfasst einen zeitlichen Rahmen von ca. 3 Stunden, ist jedoch grundsätzlich inhaltlich und zeitlich variabel. Es findet eine altersgemäße Aneignung der Lerninhalte statt.