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Die Menschen des
Mittelalters waren fromm und das Pilgern zu den verehrten
Reliquien war beliebt. Aachen, Kornelimünster und Maastricht
schlossen sich zu Beginn des 14. Jh. zusammen, um die
Menschenmassen besser kanalisieren zu können. Man beschloss,
die wertvollen Heiligtümer alle 7 Jahre den Gläubigen "open
air" zu präsentieren.
Dabei entwickelte sich die
Sitte, die Reliquien mit Hörnerklang zu begrüßen. In dem
Moment, wo die lang ersehnten Heiligtümer endlich enthüllt wurden,
bliesen die Pilger aus Leibeskräften in die simplen
Instrumente.
Die Langerweher Töpfer
verdienten gut dabei, denn das Horn des kleinen Mannes war aus
Ton.
Aber nicht nur Hörner
verkauften die Töpfer an die frommen Wanderer, auch
Pilgerflaschen und allerhand Nippes, vom Puppengeschirr bis zur
Sparbüchse, gehörte zu dem, was man auf der kirmesartigen
Heiligtumsfahrt los werden konnte.
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