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Wenn die Mutter in früheren
Zeiten selbst nicht stillen konnte und keine Amme zur Verfügung
stand, musste die lebenswichtige Milch mit einem Gefäß
eingeflößt werden. Die Langerweher Töpfer fertigten dafür
spezielle Kännchen an, gekennzeichnet durch eine besonders
lange Ausgusstülle. Die Säuglingsflasche aus Zinn verdrängte
die Keramikformen. Richtig angenehm für den empfindlichen
Kindergaumen wurde solche Nahrungszufuhr aber erst, als im 19.
Jh. der Gummischnuller erfunden wurde.
Raum 5 zeigt des
Weiteren einen
Teil der wertvollen Grafiksammlung des Töpfereimuseums. Die z. T. aus dem 16. Jh. stammenden Originale
zeigen hier die verschiedenen Scheibenformen der Töpfer, denen
ganz unterschiedliche Konstruktionsprinzipien zugrunde liegen.
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