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Seit rund tausend Jahren
wird in Langerwehe getöpfert, bis zum heutigen Tag. Natürlich
haben sich die Formen und Techniken während dieser langen Zeit
immer wieder verändert. Der Zeitgeschmack hat dabei
Erstaunliches hervorgebracht, z. B. die schnell zu kippenden
Krüge und Becher der Gotik. Sie orientieren sich genau so an
dem Faible für's Schlanke und Hohe, wie die Kirchenfenster oder
die spitzen Hüte der Burgfräuleins.
Aber nicht nur die Formen,
auch die Wertschätzung beim Käufer hat gewechselt. Solange
Glas und Metall unerschwinglich waren, boomte das Geschäft der
Töpfer. Später waren es mehr die Bauern, die die Töpfe aus
Langerwehe kauften, bis es dem uralten Handwerk nach dem 2.
Weltkrieg gelang, das städtische Publikum zurück zu erobern.
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